Verstehen zu verstehen

Kunst zu Nietzsche und Wittgenstein. Eine Ausstellungstrilogie

Von April bis Dezember 2014 findet aus Anlass des 170. Geburtstags von Friedrich Nietzsche das dreiteilige Ausstellungsprojekt „VERSTEHEN ZU VERSTEHEN – Kunst zu Nietzsche und Wittgenstein“ statt. In diesem Projekt arbeitet Hans-Peter Klie als Künstlerkurator mit der Kunstwissenschaftlerin Barbara Straka als konzeptionelle Beraterin zusammen. Er hat für diese Reihe von drei Einzelpräsentationen noch Martin von Ostrowski und Susanne Pomrehn gewonnen. Es gelingt so, drei sehr unterschiedliche künstlerische Positionen und Perspektiven auf die beiden Philosophen zusammenzuführen. Für jede Ausstellung werden spezielle Arbeiten erschaffen, die sich mit jeweils anderem Fokus auf die Philosophenpersönlichkeiten, auf ihre geistigen Bezugspersonen, den Ausstellungsort und seine Geschichte beziehen – sowie die spezifischen denkerischen Eigenarten und ihr existenzielles Sein thematisieren.

Die künstlerischen Arbeiten werden mit unterschiedlichen Herangehensweisen interdisziplinär begleitet. Einerseits findet parallel zur Ausstellungstrilogie eine Tagung (zum Themenfeld „Nietzsche und Wittgenstein“ statt, die internationale Fachphilosophen zusammenführt; andererseits werden die drei Künstler/innen die Komplexität eines imaginären Dialoges zweier Philosophien räumlich inszenieren – teilweise soll dies auch durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit jungen Wissenschaftler/innen des philosophischen Instituts der Technischen Universität Berlin geschehen. So gibt das Projekt Raum für die Begegnung undAuseinandersetzung zwischen Kunst und Wissenschaft – die Stiftung verspricht sich von dem Projekt vor allem neue Impulse über die Fachgrenzen hinaus. Eine spartenübergreifende Podiumsdiskussion im Dezember führt alle Kräfte zusammen und schließt das Projekt mit der Präsentation einer Dokumentation ab. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Nietzsche Stiftung, der Friedrich-Nietzsche Gesellschaft e.V., der Internationalen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft e.V. und dem Nietzsche Dokumentationszentrum in Naumburg statt.

17.4. – 9.7.2014
Hans-Peter Klie
“WIR METAPHYSIKER”

24.7. – 24.9.2014
Martin von Ostrowski
“KOPFMUSTER”

09.10. – 14.12.2014
Susanne Pomrehn
“IN BETWEEN”

88 Constellations

88 Constellations for Wittgenstein

88 Constellations for Wittgenstein (to be played with the Left Hand)” is an interactive artwork by David Clark. The piece is a sprawling, non-linear contemplation of the life and work of the Austrian philosopher Ludwig Wittgenstein consisting of 88 interactive flash animations each corresponding with one of the 88 constellations in the night sky. The viewer is invited to navigate through a maze of interconnecting narratives – moving from association to association – in a way that brings Wittgenstein’s work into conversation with our contemporary digital culture. As a nod to Wittgenstein’s concert pianist brother Paul who lost his right arm in World War One but continued to perform work for the left hand, the piece invites the viewer to ‘play’ with the collages using the left hand on the computer keyboard.

An interactive artwork by David Clark:

At the centre of piece is the number 88. It is both the number of keys on the conventional piano and the number of constellations in the night sky (as determined by contemporary science). Music and the night sky both seem to me to stir up the limits of our understanding of existence. The constellations also provided me with a structure. The work is like a ‘connect the dots’ portrait of Ludwig Wittgenstein. I have drawn the facts of his life together and numbered them but it is up to you to connect the dots.